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OmniAccess Stellar: AP Status Monitor – Access Points per SSH im Blick

Wer OmniAccess Stellar Access Points betreut, kennt das: Ein Client hat Probleme, und man möchte schnell wissen, an welchem AP er hängt, wie gut sein Signal ist und mit welcher Datenrate er verbunden ist. Gerade in Umgebungen ohne OmniVista oder bei der Fehlersuche vor Ort bedeutet das oft, sich nacheinander auf mehrere APs per SSH einzuloggen und Kommandos abzusetzen. Genau dafür habe ich den AP Status Monitor geschrieben.

Was das Tool macht

Der AP Status Monitor ist eine kleine Desktop-Anwendung für Windows. Man gibt einen IP-Bereich oder eine Liste von IP-Adressen ein, hinterlegt die SSH-Zugangsdaten und startet den Scan. Das Tool verbindet sich parallel mit allen APs, setzt eine feste Auswahl an Show- und Diagnosekommandos ab und bereitet die Ergebnisse pro AP in Reitern auf:

  • System – Modell, Firmware, Uptime, Speicher
  • Client-Liste – verbundene Clients mit Hostnamen-Auflösung, Band, Datenraten und Health-Score
  • Wireless – Interfaces, Kanal, Sendeleistung
  • Network – WAN-IP, Routen, DNS
  • Mesh – Nachbartabelle bei Mesh-Verbindungen
  • Topologie – grafische Übersicht der APs inklusive Standortangabe, sofern hinterlegt

Über die Auto-Refresh-Funktion aktualisiert sich die Ansicht regelmäßig. Dabei unterscheidet das Tool zwischen statischen Daten wie Name, Modell und Firmware, die zehn Minuten zwischengespeichert werden, und dynamischen Daten wie Clients, Mesh und Traffic, die bei jedem Durchlauf neu abgefragt werden. So bleibt die Last auf den APs gering.

Der Health-Score

Das für mich nützlichste Feature ist der Health-Score in der Client-Liste. Für jeden Client berechnet das Tool einen Wert zwischen 0 und 100, der sich aus vier Faktoren zusammensetzt:

Faktor Max. Punkte
SNR (Signal-Rausch-Abstand) 50
TX-Rate 20
Band (5 GHz bevorzugt) 15
RX-Rate 15

Ab 80 Punkten gilt ein Client als „Healthy“, ab 50 als „Warning“, darunter als „Critical“. Wichtiger als die Zahl selbst ist die Aufschlüsselung: Man sieht sofort, ob ein Client wegen schwachen Signals, einer niedrigen Datenrate oder weil er im 2,4-GHz-Band hängt, schlecht abschneidet. Das beschleunigt die Fehlersuche erheblich.

Eine Stellar-Besonderheit dabei: Die Spalte, die in der AP-Ausgabe als RSSI bezeichnet wird, entspricht tatsächlich dem SNR in dB und nicht einem Pegel in dBm. Das Tool berücksichtigt das bei der Bewertung.

Weitere Funktionen

  • Profile pro Standort – Einstellungen werden in INI-Dateien gespeichert, sodass man schnell zwischen Kunden oder Standorten wechseln kann
  • SSH-Debug-Log – jedes Kommando und jede Antwort lässt sich mitschreiben, falls eine Ausgabe nicht wie erwartet geparst wird
  • Kopieren per Rechtsklick – einzelne Zellen, Zeilen oder die komplette Tabelle als TSV, praktisch für Tickets und Dokumentation
  • Dark und Light Theme

Installation

Das Tool ist in Python geschrieben und benötigt Python 3.8 oder neuer sowie paramiko für die SSH-Verbindungen. Optional sorgt dnspython für die Auflösung der Client-Hostnamen.

pip install paramiko
pip install dnspython   # optional

Wer keine Python-Umgebung auf dem Rechner haben möchte, kann sich mit PyInstaller eine eigenständige EXE bauen. Die INI-Dateien landen dann im selben Verzeichnis wie die EXE.

Getestet habe ich das Tool mit den Modellen OAW-AP1201, OAW-AP1221 und OAW-AP1431 unter AWOS 5.0.4.

Ein Hinweis zur Sicherheit

Die SSH-Zugangsdaten werden in den INI-Dateien nur verschleiert, nicht verschlüsselt abgelegt. Für den Einsatz empfehle ich daher, die Dateien nicht weiterzugeben und das Tool nur auf vertrauenswürdigen Rechnern zu verwenden.

Fazit

Der AP Status Monitor ersetzt kein Management-System wie OmniVista, ist aber ein schnelles Werkzeug für den Alltag: einmal scannen, AP auswählen, und man sieht auf einen Blick, wie es den Clients geht. Gerade bei der Fehlersuche vor Ort oder in kleineren Installationen mit Stellar-Express-Clustern spart das viel Tipparbeit.

Das Tool ist unter MIT-Lizenz auf GitHub verfügbar: github.com/dgawin/ale-ap-monitor.

Hinweis: Es handelt sich um ein privates Projekt, das weder mit Alcatel-Lucent Enterprise noch mit meinem Arbeitgeber SPIE verbunden ist. Nutzung auf eigene Verantwortung.

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